Grundsätze

Die Aus- und Weiterbildung zum EU-Berufskraftfahrer

Das Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetz (BKrFQG) regelt die (beschleunigte) Grundqualifikation und die Weiterbildung.

Es gilt für alle Fahrer, die

  • deutsche Staatsangehörige sind.
  • Staatsangehörige eines Mitgliedstaates der EU / EWR sind.
  • Staatsangehörige eines Drittstaates und in einem Unternehmen mit Sitz in  einem Mitgliedstaat der EU beschäftigt oder eingesetzt werden.

soweit sie

  • Fahrten im Güterkraft- und Personenverkehr durchführen.
  • Fahrten zu gewerblichen Zwecken auf öffentlichen Straßen durchführen.
  • mit Kraftfahrzeugen fahren, für die ein Führerschein der Klassen C1,C1E, C, CE, D1, D1E, D, DE erforderlich ist.
  • also auch wenn Sie für Werkverkehr und Transporthilfstätigkeiten eingesetzt sind.

Das Gesetz gilt nicht für:

  1. Kraftfahrzeugen, deren zulässige Höchstgeschwindigkeit 45 Kilometer pro Stunde nicht überschreitet,
  2. Kraftfahrzeugen, die von der Bundeswehr, der Truppe und des zivilen Gefolges der anderen Vertragsstaaten des Nordatlantikpaktes, den Polizeien des Bundes und der Länder, dem Zolldienst sowie dem Zivil- und Katastrophenschutz und der Feuerwehr eingesetzt werden oder ihren Weisungen unterliegen,
  3. Kraftfahrzeugen, die zur Notfallrettung von den nach Landesrecht anerkannten Rettungsdiensten eingesetzt werden,
  4. Kraftfahrzeugen, die

a) zum Zwecke der technischen Entwicklung oder zu Reparatur- oder Wartungszwecken oder zur technischen Untersuchung Prüfungen unterzogen werden,

b) in Wahrnehmung von Aufgaben, die den Sachverständigen oder Prüfern im Sinne des § 1 des Kraftfahrsachverständigengesetzes oder der Anlage VIIIb der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung übertragen sind, eingesetzt werden, oder

c) neu oder umgebaut und noch nicht in Betrieb genommen worden sind,

  1. Kraftfahrzeugen zur Beförderung von Material oder Ausrüstung, das der Fahrer oder die Fahrerin zur Ausübung des Berufs verwendet, sofern es sich beim Führen des Kraftfahrzeugs nicht um die Hauptbeschäftigung handelt,
  2. Ausbildungsfahrzeugen in einer Fahrschule und Kraftfahrzeugen, die zum Erwerb einer Grundqualifikation nach § 4 Absatz 1 und 2 oder während der Weiterbildung nach § 5 eingesetzt werden,
  3. Kraftfahrzeugen zur nichtgewerblichen Beförderung von Personen oder Gütern zu privaten Zwecken.

Was kommt auf die Fahrer zu?

  1. 1.       Die GrundqualifikationSie betrifft alle Neueinsteiger in den Beruf, deren Lkw-Führerschein nach dem 10.09.2009 bzw. deren Bus-Führerschein nach dem 10.09.2008 ausgestellt wurde.Die Grundqualifikation kann auf drei Wegen erworben werden:

    Einmal durch 7,5 stündiger theoretischer und praktischer Prüfung vor der IHK ohne Unterrichtspflicht.

    Oder durch Besuch eines 140-stündigen Unterrichts (a 60min) plus theoretischer Prüfung vor der IHK von 90 Minuten.

    Aber auch durch Berufsausbildung BKF / FiF

  2. 2.       Regelmäßige WeiterbildungDie regelmäßige Weiterbildung verpflichtet alle 5 Jahre zur Teilnahme an 35 Stunden á 60 min Pflichtunterricht in Einheiten von mindestens 7 Stunden á 60 Minuten. Eine Prüfung ist nicht erforderlich.

 

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